Es werden Fachkräfte für Autohäuser ausgebildet, die sich z. B. in der Finanzierung von Fahrzeugen auskennen, Versicherungen vermitteln, die den Kundendienst unterstützen und die Disposition genauso beherrschen wie die Kostenrechnung, also das klassische Geschäft eines Autohauses. Die Auszubildenden werden nach bestandener Abschlussprüfung in den Bereichen, Lager, Verwaltung, Disposition und Verkauf eingesetzt.

Die gesetzliche Grundlage bildet die Verordnung über die Berufsausbildung zum Automobilkaufmann/zur Automobilkauffrau.(Link)

Grundlage für den Unterricht ist der Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Automobilkaufmann/Automobilkauffrau. (Link)

 

Nr. Überblick über die Lernfelder
1 Den Betrieb präsentieren und die betriebliche Zusammenarbeit mitgestalten
2 Bestände und Erfolgsvorgänge erfassen und den Jahresabschluss durchführen
3 Teile und Zubehör beschaffen und lagern
4 Teile und Zubehör verkaufen
5 Werkstattaufträge entgegennehmen und kaufmännische Geschäftsprozesse organisieren
6 Neufahrzeuge disponieren und den Verkaufsprozess durchführen
7 Gebrauchtfahrzeuge disponieren und bereitstellen
8 Finanzdienstleistungen anbieten
9 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen
10 Wertschöpfungsprozesse erfolgsorientiert steuern
11 Wirtschaftliche Einflüsse auf unternehmerische Entscheidungen beurteilen und danach handeln
12 Kommunikationspolitische Maßnahmen gestalten

Der berufsbezogene Unterricht wird durch allgemeinbildende Fächer – Deutsch/Kommunikation, Englisch/Kommunikation, Politik, Religion und Sport – ergänzt.

Prüfungen

In der Prüfung, die durch die Industrie- und Handelskammer abgenommen wird, kann der Kaufmannsgehilfenbrief erworben werden, der erfolgreiche Schulbesuch der Berufsschule schließt den Realschulabschluss oder sogar den erweiterten Sekundarabschluss ein.

Die schriftliche Prüfung findet als sogenannte „gestreckte Abschlussprüfung“ statt. Teil 1 wird von den Prüflingen im Prüfungsbereich „Warenwirtschafts- und Werkstattprozesse“ nach ungefähr der Hälfte der Ausbildungszeit absolviert. Der 2. Teil am Ende der Ausbildung setzt sich aus den Prüfungsbereichen „Fahrzeugvertriebsprozesse und Finanzdienstleistungen“, „Kaufmännische Unterstützungsprozesse“ sowie „Wirtschafts- und Sozialkunde“ zusammen.

In der praktischen Prüfung, dem fallbezogenen Fachgespräch, bekommen die Prüflinge zwei Themen aus dem Bereich „Kundendienstprozesse“ zur Auswahl. Dem Prüfling wird eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten eingeräumt. Auch das Gespräch soll 20 Minuten dauern.

Zeugnisse

Zeugnisse werden zum Schuljahresende ausgestellt, Halbjahreszeugnisse werden in der Berufsschule nicht ausgegeben.

Erwerb allgemeinbildender Abschlüsse durch den Abschluss der Berufsausbildung

Um den Sekundarabschluss I – Realschulabschluss zu erwerben, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  1. Erwerb des Berufschulabschlusses
  2. Erfolgreiche Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer

Um den Erweiterten Sekundarabschluss I zu erwerben, sind folgende Voraussetzungen erforderlich:

  1. Erwerb des Berufsschulabschlusses
  2. Erfolgreiche Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer
  3. Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0 im Abschlusszeugnis, bei mindestens befriedigenden Leistungen in Deutsch, Englisch und im Berufsspezifischen Unterricht.

Ausbildersprechtag

Am zweiten Mittwoch im Februar jeden Jahres findet ein Ausbildersprechtag statt. Hier kann ein Austausch über den Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler sowie über deren Arbeits- und Sozialverhalten stattfinden.

Leitung des Bildungsgangs

Herr Fricke

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